Impressum | Datenschutz
Didaktik & Praxis | Konzepte | Tiere im Garten
Drucken

Tiere im Garten

Neben dem bemerkenswerten Artenreichtum innerhalb der Flora und Fauna, den die Gartenarbeitsschulen in ihren naturbelassenen Arealen aufweisen, zeichnen sich diese Einrichtungen zusätzlich durch die Haltung von Tieren aus. Schulkinder entwickeln zu diesen Tieren eine emotionale Bindung, sie begreifen deren Eigenarten und lernen durch anhaltende Beobachtung, ihr natürliches Verhalten zu verstehen und zu akzeptieren. Tiere ermöglichen den Schülern mannigfaltige sinnliche Erfahrungen, positive Eindrücke im Umgang mit Tieren stärken das Selbstwertgefühl der Schulkinder.
Tierhaltung wird an allen Gartenarbeitsschulen verwirklicht, hier werden drei Beispiele für eine artgerechte Tierhaltung kurz vorgestellt:
Die Käfighaltung von Kaninchen im Freiland erfordert einen entsprechenden Schutz vor der Kälte im Winter. Die Möglichkeit zum Graben und Höhlenbau durch einen entsprechenden Erdeintrag in den Käfig muss gegeben sein. Außerdem ist für einen artgerechten Auslauf und einen lückenlosen Schutz vor grabenden Fressfeinden, wie Füchsen, zu sorgen. Da Kaninchen gesellige Tiere sind, sollten sie niemals als Einzeltiere gehalten werden. Sie suchen den Körperkontakt zu anderen Kaninchen, ein Sozialverhalten, welches jederzeit gut zu beobachten ist.
Skuddenschafe können innerhalb einer festen oder beweglichen, großräumigen Einzäunung gehalten werden. Eine Haltung im Herdenverband von mindestens fünf Tieren ist erforderlich. Wie alle Schafe benötigen auch Skudden eine regelmäßige Pflege. Hierzu gehört neben der Klauenpflege sowie der jährlich einmaligen Schur auch das regelmäßige Entwurmen. Neben die Tierbeobachtung kann die dabei gewonnene Wolle gut zum Weben und Filzen verwendet werden.
Hühner werden ebenfalls in einer Schar gehalten. Ihr Käfig muss die für eine artgerechte Haltung nötige Mindestgröße und Möglichkeiten zum Scharren besitzen. Hühner eignen sich hervorragend für die Beobachtung des Rangordnungsverhaltens