Impressum | Datenschutz
Didaktik & Praxis | Konzepte | Wasser und regenerative Energie
Drucken

Wasser und regenerative Energie

Gartenarbeitsschulen tragen wesentlich zur intensiven Förderung des Umweltbewusstseins von Kindern und Jugendlichen bei.
Für alle Altersstufen bieten sie zum Thema Wasser, wie es in den Rahmenlehrplänen gefordert wird, vielfältige Arbeitsmöglichkeiten. Während die Kleinsten neugierig Wasserschnecken beobachten, Grundschulkinder über die Vielfalt der Lebewesen im Wasser staunen, machen sich Oberschüler Gedanken über die Nutzbarkeit und Verknappung des lebensnotwendigen Wassers. Dementsprechend verfügen einige Gartenarbeitsschulen über Teichanlagen und Anlagen zur Regenwassergewinnung, vereinzelt gibt es auch Wurzelraumkläranlagen und Brunnen. Eine Wurzelraumkläranlage, die das anfallende Abwasser aufnimmt und gereinigt in einen Schönungsteich leitet, bietet Möglichkeiten für einen praxisnahen Chemie- und Biologieunterricht. Aus Teichen und Brunnen können Wasserproben entnommen werden, um diese - im Vergleich zu den Wasserproben aus der Wurzelraumkläranlage – auf ihren ph-Wert, Nitratgehalt, Phosphatgehalt und andere Werte zu untersuchen. Unterrichts- und Testmaterialien stehen zur Verfügung. Bei schönem Wetter findet „Lernen im Freien“ statt; es gibt aber auch Klassenräume, in denen mit Mikroskopen, Stereolupen, Becherlupen und weiterem Zubehör gearbeitet werden kann.
Rohstoffverknappung und das Ende fossiler Energieressourcen machen es notwendig, sich im Unterricht mit erneuerbaren Energien und Energieeffizienz auseinanderzusetzen. Die Gartenarbeitsschulen haben diese Themen auch aufgegriffen. So verfügen einige Gartenarbeitsschulen über Photovoltaikanlagen, Thermosolaranlagen, Windkrafträder und nach energiesparenden Aspekten isolierte Holzhäuser. Diese Anlagen werden als Demonstrationsobjekte für praxisorientierte Physik- und Ökologieunterrichtseinheiten genutzt.
Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung finanziert ab 2010 ein gemeinsames Projekt der Berliner Gartenarbeitsschulen, in dem Leistungsdaten von Solaranlagen und Wetterdaten aus den Gärten für alle Schulen zur Verfügung stehen werden. Besonderer Schwerpunkt werden Wetterdaten sein, die für die gärtnerische Arbeit in den Schulgärten und Gartenarbeitsschulen bedeutungsvoll sind.
In Unterrichtsprojekten „Regenerative Energien“ erfahren Schüler mittels interessanter Experimente viel über fossile und regenerative Energieträger. Die Schüler werden angeregt, über die Konsequenzen endlicher Rohstoffquellen, des CO2 – Ausstoßes sowie über den Treibhauseffekt und Klimaveränderungen nachzudenken. Sie lernen einen bewussten Umgang mit Energie, sie sparsam zu verwenden und Ressourcen zu schonen. Beim Experimentieren erfahren sie, dass die Stromerzeugung durch Sonne, Wind oder Wasser umweltfreundlich ist. Aber auch Themen wie Biogasentstehung und –verwendung, Sonnenabsorption, Klimawandel und Klimaschutz werden in den Projekten behandelt. So wird bei geeignetem Wetter ein Solarkocher zur Zubereitung von Speisen mit Produkten aus dem Garten verwendet.