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Spandau

Schul-Umwelt-Zentrum Spandau:
Gartenarbeitsschule Hakenfelde

Am 01.03.1946 wurde das Gelände erstmals als Versorgungs- und Lehrgarten der damaligen, im Schützenhof untergebrachten, Hauswirtschaftsschule für Mädchen genutzt. Nach der in den Jahren besser werdenden Nahrungsversorgung der Berliner Bevölkerung ließ die Nachfrage aber nach und das Gelände wurde den allgemeinbildenden Schulen Spandaus zugänglich gemacht.
Ab 1950 ist die bisher nur landwirtschaftlich genutzte Fläche zu einem bezirklichen Lehr- und Versorgungsgarten für Spandauer Schulen umgewandelt worden.
Im Jahre 1951 besuchten die ersten Schulklassen die neu gegründete Gartenarbeitsschule Hakenfelde.
Nachdem von Schülern und Gartenmitarbeitern die erste Lehranlage eingerichtet war, entstanden im Laufe der Zeit eine Laubgehölz- und eine Koniferenabteilung mit Gehölzen aus verschiedenen Erdteilen und verschiedenen Zierpflanzengruppen. Ein Teich, ein Unterrichtsplatz im Freien und ein Bienenstock gehörten ebenfalls zum Bestand.
Heute stehen ökologische Inhalte im Vordergrund. Themen sind zum Beispiel die Lebensräume Wiese und Teich. In Lehrerseminaren werden Nisthilfen für verschiedene Tierarten gebaut. Mit älteren Schülern werden Pflanzenbestimmungen durchgeführt. Der Fokus liegt nunmehr auf ökologischen und nachhaltigen Themen.
Umweltarbeit ist seit Jahren ein wesentlicher Schwerpunkt der Tätigkeit. Untersuchungen an den verschiedenen Biotopen auf dem Gelände sind seit langem im Angebot. Die gesunde Ernährung ist ein wichtiger Baustein zur Erfassung des Zusammenhanges Natur – Boden - Nahrung. Alternative Energietechniken und deren Anwendungsbereiche finden ebenso Eingang in die Projektangebote, wie der Erhalt und die Bewahrung alter Arbeitstechniken. Recycling ist für nachhaltiges Wirtschaften Grundvoraussetzung und wird an Beispielen umgesetzt. Die Umsetzung handlungsorientierter und fächerübergreifender Themen ist zur wichtigen Grundlage der pädagogischen Vermittlung geworden. Arbeit als Wert zu begreifen und respektvoll mit Produkten jedweder Art umzugehen, setzt die Kenntnis von Produktionsabläufen voraus. Dies können Schüler in der Gartenarbeitsschule ausprobieren.
Das Lernen mit allen Sinnen steht im Vordergrund.
„Sage es mir und ich werde es vergessen.
Zeige es mir und ich werde mich erinnern.
Lass es mich tun und ich werde es behalten.“
Konfuzius/LaoTse

Schul-Umwelt-Zentrum Spandau:
Gartenarbeitsschule Borkzeile „An der Kappe“
Auf 10.000 m² befinden sich ein Schulhaus mit 2 Klassenzimmern, ein zum Garten hin offener Klassenraum sowie ein Pavillon, die den Unterricht für mehrere Gruppen ermöglichen. Während der Sommerzeit betreuen Schulklassen regelmäßig ca. 100 Schülerbeete, Kompostanlagen und Hochbeete. Es existieren außerdem zwei Gewächshäuser, mehrere Teiche, eine Wetterstation und ein Insektenhotel. Insbesondere der Karl-Foerster-Staudengarten erweitert die Möglichkeiten zum Experimentieren und Erforschen der heimischen Flora und Fauna.
Ein Schwerpunkt ist die Verarbeitung von Obst, Gemüse und Kräutern direkt aus dem Garten: „Aus dem Garten in den Topf und auf den Teller“. Dabei lernen die Schüler auch unterschiedliche Geräte zur Verarbeitung kennen: u.a. Solarkocher, polnische Backtöpfe, Induktionsplatten, Entsafter und Obstpressen.
Die neu angelegte Wasserspiellandschaft, Spiel- und Liegewiese sowie eine Laufbahn mit Sprunggrube geben den Kindern die Möglichkeit, ihrem Bewegungsdrang nachzukommen.
Als handwerkliche Projekte gibt es die Imkerei, Holzarbeiten, Floristik und Textilkunde.
Das breitgefächerte Angebot der Gartenarbeitsschule bietet gute Möglichkeiten, sich in schulischen und beruflichen Praktika sowie in Qualifizierungsmaßnahmen auszuprobieren und zu orientieren.
Bilingualer Unterricht: Auf Wunsch wird der Unterricht auch in englischer, spanischer oder französischer Sprache durchgeführt.