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Neukölln

August-Heyn-Gartenarbeitsschule Neukölln

Als nach dem 2.Weltkrieg die letzten verbliebenen fünf Gartenarbeitsschulen der großen Bauplatznot in West-Berlin weichen mussten, wurde 1958 auf den ehemaligen Äckern des Rittergutes Britz die Gartenarbeitsschule Neukölln gegründet. Die Gartenarbeitsschule Neukölln ist die legitime Nachfolgerin der ersten Gartenarbeitsschule in Berlin, mit deren Leitung der damalige Schulreformer August Heyn betraut wurde. 1995 bekam die Gartenarbeitsschule den Namen des Schulreformers und nennt sich fortan August-Heyn-Gartenarbeitsschule Neukölln.
Das 3,3 Hektar große Gelände bietet jedes Jahr ca. 40.000 Schülern des Bezirkes ein vielfältiges Angebot.
Bei der Beetarbeit stehen den Schülern neben den Flachbeeten auch Hügel-, Trichter- und Hochbeete, die speziell von Rollstuhlkindern genutzt werden, zur Verfügung. Der Holzpavillon oder die Bänke und Tische vor dem Steinbackofen laden bei schönem Wetter zum Unterricht im Freien. Bei schlechterem Wetter gibt es die Möglichkeit in die Mongolische Kaiserjurte umzuziehen.
Das Schulgebäude bietet den Schülern drei gut ausgestattete Klassenräume. Alle können mit Mikroskopen, Binokularen, Overhead-Projektoren und Beamern bestückt werden.
Die Technik hat sich Naturphänomene zum Vorbild genommen. Dies wird im Bioniklabor anhand eigener Experimente verdeutlicht.
Neben den naturwissenschaftlichen Themen und gesunder Ernährung sind ein Schwerpunkthema Tiere, die auf dem Gelände bzw. im Schulgebäude beheimatet sind.
Bienenvölker im Bienenhaus und in zwei Schaukästen geben Schülern Aufschluss über das Leben im Bienenstaat. Viele Fragen werden altersentsprechend durch eigene Beobachtungen spannend und für alle verständlich durch ehrenamtliche Imker beantwortet und erklärt.
Die freilaufende kleine Skuddenherde (Schafe der Wikinger) liefert mit ihrer Wolle den Grundstoff für die Wollverarbeitung. In einer Wollstube mit Spindeln, Spinnrädern und Webstühlen entdecken die Gruppen alte Handwerke wieder neu, das gilt auch beim Flechten mit pflanzengefärbtem Peddigrohr.
Eine Vielfalt von Insekten findet neben einem reich gedeckten Tisch auch Unterschlupf in unterschiedlichen Insektenhotels.
Der Schmetterlingsgarten gibt einheimischen Schmetterlingen die Möglichkeit, sich anzusiedeln. Vom Museum für Naturkunde können manchmal Puppen dieser Schmetterlinge erworben werden und dann aufgezogen und in die Freiheit entlassen werden.
Mit den Ferngläsern entdecken die Schüler die Vielfalt der Raben – und Singvögel. Der Taubenschlag gibt Gelegenheit die Tiere bei der Fütterung und der Aufzucht zu beobachten.
Ein spannender Unterricht ist garantiert, wenn es bei den Schülern heißt: Heute beobachten wir die Ameisen. Formicarien beherbergen jeweils einen Staat von argentinischen Blattschneiderameisen und einen, der so genannten „24 Stunden Ameise“ Paraponera clavata. Die Ameisenstraße mit mehreren Futterstellen verläuft durch das Klassenzimmer, so dass jeder die Arbeiterinnen beobachten und die Strecke zum Bau mit der Stoppuhr messen kann.
Neugierig bestaunen die Schüler die Fische in den Aquarien, die Achatschneckenzucht sowie die Vielzahl der Teich- und Bodentiere.
Bei uns ist immer Bewegung und den Schülern macht es „tierischen“ Spaß.